Am 15. August präsentierte Open Space Domshof einen Querschnitt durch die Bremer Singer-Songwriter-Szene. Und die ist wahrhaft bunt! In chilliger, entspannter und sehr angenehmer Atmosphäre trugen acht Musiker*innen bzw. Duos jeweils drei Stücke vor – von jazzigen Sounds über Folk bis hin zu Rock’n Roll. Einige Zuschauer*innen hatten ein Picknick dabei, andere versorgten sich in der Markthalle Acht und ließen es sich in Liegestühlen gutgehen.

Moderiert wurde die Veranstaltung vom Musiker und Chorleiter Erwan Tacher. Der Franzose konnte sich besonders freuen: Speziell für ihn sangen Tine Andersen & Eric Sellheim zum Abschluss nochmal drei klassische französische Songs. Nach den Beiträgen trat spontan der Akkordeonspieler Florian Oberlechner aus Österreich auf – er kam auf der Durchreise zufällig am Domshof vorbei und gab zum Ausklang noch ein paar Stücke zum Besten, weil die Stimmung in Bremens Mitte gerade danach war.

Die Singer-Songwriter:

Billy Bugs:
Das Duo Billy Bugs machte den Auftakt. Poetisch, charmant und (englische) Texte, die fernab vom Mainstream immer auch „etwas anderes“ anklingen ließen.

SAMO:
Sang ebenfalls auf englisch, poetisch mit „Drive“ und Ironie – und mit gut gelauntem Fan-Anhang.

Ellen Atwood:
Die amerikanische Singer-Songwriterin stand erstmals in Deutschland auf der Bühne – und begeisterte mit drei eingängigen Songs und ihrer prägnanten Stimme. Ellen Atwood wird Bremen in guter Erinnerung behalten!

Ameel Hotaky:
Erst 15 Jahre alt und klasse Songs im Gepäck! Ein Talent, das viel zu sagen und singen hat und bei dem sich das Zuhören lohnt.

Knipp Gumbo:
Plattdeutscher Rock’n Roll und ein Song über den Volvo, den er so liebt.

Tine Andersen & Eric Sellheim:
Heiter bis melancholisch – immer tiefgehend und sprachlich elaboriert. Hatten – anders als viele Songwriter – einen Song über Nähe statt über Abstand im Gepäck.

Christian Zeyfang:
Der Liedermacher konnte mit seinen eigenen Dichtungen und einer sehr einprägsamen Zeile seine Enkeltochter überzeugen – klassisch vertont mit viel Gefühl und Zwischentönen. Ach ja, die Zeile: „Ich glaube nicht an Gott, aber an Einhörner.“

Wohlgemuth:
Die beiden Musiker brachten viel Sprachgefühl mit und zauberten die in den deutschen Texten versteckten Sprachmelodien heraus. Und das klang richtig gut!