Eine gute Idee

Wer es sich bislang auf dem Domshof gemütlich machen wollte, konnte nur auf einer der wenigen Bänke oder in einem Café Platz nehmen. Während der Marktöffnungszeiten auch noch auf einigen zusätzlichen Stühlen der Standbetreiber. Schnell war klar: Sitzplätze sind Mangelware.
Daher war es nahe liegend für mehr Sitzgelegenheiten zu sorgen. Doch wie sollten diese aussehen? Welches Material soll es werden? Werden die Möbel vielleicht schnell kaputtgemacht? Werden sie möglicherweise gestohlen? All diese Fragen und viele weitere Aspekte sind in unsere Planungen eingeflossen, bevor die Holzmöbel vom Bremer Architektenbüro Wirth entworfen worden sind.
In einem ersten Schritt wurden die Bühne, eine Bar und erste Sitzmöbel und -bänke konstruiert und aufgestellt. Liegen und Energy-Stationen zum Aufladen für Handys und Laptops sind bereits in Planung und werden in kürze dazu kommen.

Für die Architekten und Brüder Jan und Benjamin Wirth ist es eine ihrer Lieblingsbeschäftigung, mit Gestaltung lebendige Lebensräume zu schaffen. Dies ist ihr oberstes Ziel bei Stadtplanungsprojekten, bei Gebäudeentwürfen und ganz besonders da, wo das unmittelbare Leben stattfindet und Menschen direkt mit den gestalteten Gegenständen in Kontakt kommen. Und nicht nur, wenn die Möbel in lebendiger Nutzung sind müssen sie ins Bild passen, sondern auch wenn der Platz leer ist und keiner darauf sitzt. Daher greifen die Möbel die Farbe der Dächer der umliegenden Gebäude auf und bilden durch ihre markanten Formen einen behaglichen Akzent auf dem großen Platz.

Schnell war klar, dass die Möbel auf dem Domshof rund um die Uhr auf ganz verschiedene Situationen reagieren müssen: Das schnelle Mittagessen, das Ausruhen von erschöpften Reisenden und Einkäufern, als Sitzgelegenheit in verschiedenen Gruppengrößen oder als Sitze für Konzerte und Aufführungen.

Viele Bremer*innen und Besucher*innen nehmen gerne auf ihnen Platz und genießen die Atmosphäre auf dem Domshof. Zum Glück ist es nicht nur bei der guten Idee geblieben!